Das Münchner Barockensemble L’Accademia Giocosa zählt zu den führenden Ensembles für historische Aufführungspraxis im südlichen Deutschland. Es wurde 2010 von Musikern des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks in München sowie freischaffenden Künstlern der Alte-Musik-Szene mit dem Ziel gegründet, die vielfältige Musik des 17. und 18. Jahrhunderts auf Originalinstrumentarium heiter und belebend – „giocoso“ – zu vermitteln.

Die Mitglieder sind führende Instrumentalisten ihres Fachs, Preisträger diverser internationaler Wettbewerbe und bekleiden u. a. Professuren am Mozarteum Salzburg und an den Hochschulen für Musik in Würzburg, München und Karlsruhe. Durch jahrelange Zusammenarbeit mit Künstlerpersönlichkeiten wie Reinhard Goebel, Nikolaus Harnoncourt († 5. März 2016), Sir John Eliot Gardiner oder Sir Christopher Hogwood konnten sich die Musiker auf dem Gebiet der Alten Musik profilieren.

Ausgehend von einer festen Stammformation präsentiert sich L’Accademia Giocosa in verschiedenen Besetzungsgrößen, für die Triosonate bis zur prächtigen Orchesterouvertüre, immer wieder neu. Der Name bleibt Programm: Es wird mit großer Vitalität und feinster Detailfreude musiziert.

Ein erfolgreicher Teil der Arbeit des Ensembles ist es, in Vergessenheit geratene Werke des Barock neu vorzustellen. 2012 spielte das Ensemble beim Label „OehmsClassics“ seine erste CD mit unbekannten Instrumentalwerken von G.Ph. Telemann ein. Sie wurde 2014 mit dem Diapason d’or ausgezeichnet.

Namhafte Solisten wie Anna Prohaska, Mark Padmore, Julian Prégardien und Vater Sabadus, Blockflötenvirtuosen und Echo-Preisträger Maurice Steger und Dorothee Oberlinger, Wolfgang Gaisböck oder Vittorio Ghielmi gastieren gern bei L’Accademia Giocosa. Gute künstlerische Zusammenarbeit verbindet das Ensemble auch mit dem Barockviolinisten Stefano Barneschi, mit dem für die Spielzeit 2017 Konzerte in Österreich geplant sind. Unter künstlerischer Leitung der Cellistin Kristin von der Goltz gastiert das Ensemble 2016 noch einige Male in Süddeutschland.